Der Tegernsee

29. November 2017
Der Tegernsee

Drei Milliarden Badewannen - hier ist der Besucher goldrichtig.
Goldene Zeiten am und im Tegernsee - eine blitzsaubere Sache, und das nicht nur, weil der Tegernsee einer der saubersten Seen Deutschlands ist. Das war nicht immer so: Erst nachdem in den 1960-er Jahren die damals weltweit einzigartige Ringkanalisation gebaut worden war, hat sich der Tegernsee wieder zu dem entwickelt, was er früher war und seitdem wieder ist: ein Reservoir von über zwei Milliarden Badewannen voll klarsten Wassers in Trinkwasserqualität.
Gespeist wird der Tegernsee von neun Zuflüssen. Rund um sein Ufer liegen die Ortschaften Gmund, Tegernsee, Kreuth, Rottach-Egern und Bad Wiessee. Bei Bad Wiessee findet sich die einzige Insel, im sogenannten Ringsee. Besonders geschützt ist die drei Hektar große Finnerbucht.
Der Tegernsee im bayerischen Voralpenland ist erst spät besiedelt worden. Um 746 gründeten dort die beiden Brüder Adalbert und Ottokar ein Kloster, um das sich auch bald eine kleinere Siedlung entwickelte. Einen wirklichen Aufschwung nahm die Gegend aber erst im 19. Jahrhundert. Seitdem ist diese landschaftliche Perle zum Anziehungspunkt von Touristen geworden und von Malern, die in Scharen kamen, um im 'Malerwinkel' vom Ufer der Egerner Bucht aus beispielsweise die St. Laurentius-Kirche auf die Leinwand zu bannen.
Touristen unserer Tage kommen nicht nur, um die malerischen Orte rund um den See zu bewundern oder die Gräber des Historikers Lord Acton oder des früheren Bundeskanzlers Ludwig Erhard zu besuchen; Nicht wenige erliegen vielmehr dem 'Lockruf des Goldes'. Um dieses Gold zu finden, muss der Besucher nicht die einundzwanzig Kilometer langen Radwege abfahren, und er muss nicht den südlich des Sees gelegenen Hausberg, den 1722 Meter hohen Wallberg, erklimmen. Er muss auch nicht die Fähre zwischen Point und Rottach-Egern nehmen, die seit über fünfhundert Jahren existiert. Es genügt, wenn er sich am Nordende des Sees, wo in Gmund der Tegernsee seinen einzigen Abfluss hat, zur Büttenpapierfabrik GMUND begibt, vom Bahnhof aus in weniger als zehn Minuten zu Fuß zu erreichen. Dort lernt er das höchstwertige Gmunder Büttenpapier kennen, und er erfährt, wie wertvoll es ist - nicht nur, aber auch in Verbindung mit Gold als Geschenk.
In Zusammenhang mit einer Papierfabrik klingt der Hinweis auf Schönes schenken, das wertvoll ist über das Papier hinaus, zuerst vielleicht seltsam. Wer aber davon absieht, dass diese Papiere, hergestellt auf der ältesten noch gewerblich genutzten Papiermaschine Europas, schon an sich einen nicht nur optischen, sondern auch haptischen Wert haben, der wird diesen Zusammenhang schnell erkennen, spätestens wenn er Bekanntschaft macht mit der 'Tegernseer Schatzkarte'. Der echte See ist im Schnitt etwa 36 Meter tief, an seiner tiefsten Stelle 72,6 Meter. Dieses Tiefenprofil vollzieht die Schatzkarte nach durch unterschiedlich gefärbte Schichten des aufwändig kaschierten GMUNDER Naturpapiers. Dort, am tiefsten Punkt des Sees, liegt das Geschenk, ein kleiner ein Gramm schwerer Goldbarren, der Schönes schenken auch noch zu einer lohnenden Anlageform macht.
Über die Mangfall, welche die Büttenpapierfabrik GMUND mit Strom versorgt, entleert sich der Voralpensee in den Inn und wird so zu einem wichtigen Wasserlieferanten für die Hauptstadt München. Von dort aus fließt das Wasser des Tegernsees bis ins Schwarze Meer - aber das Gold bleibt da!